Kann ein Hof „zu groß“ – oder „zu klein“ für WWOOF sein?

Nov 17, 2022

In der Hofliste versammelt sich ein breites Spektrum an kleinbäuerlichen Betrieben, Selbstversorgerhöfen, Gärtnereien, Imkern, Solawis.

Ab welcher Größe könnte ein Hof „zu groß“ für WWOOF sein? 100 ha? 250 ha?

Und welche Mindestgröße könnte Sinn machen? 1 ha vielleicht?

Für uns hat sich herausgestellt, dass es weniger die ha-Anzahl, sondern eher andere Gesichtspunkte sind, an denen sich entscheidet, ob ein Hof für die Hofliste in Frage kommt.

Das ist zum einen die Frage nach dem Schwerpunkt. Kann den Aktivitäten vor Ort ein landwirtschaftlich-/ gärtnerisch / selbstversorgender Schwerpunkt attestiert werden? Höfe sind dann „zu klein“, wenn dieser Schwerpunkt nicht gegeben ist. Das leuchtet auch ein, denn wenn es ein „Handtuch-großes“ Gemüsebeet vor der Haustür gibt, stellt dieses mit Sicherheit keinen Schwerpunkt der Aktivitäten vor Ort dar, sondern der Schwerpunkt ist anderswo zu verorten. Vielleicht geht es schwerpunktmäßig um Zimmer-Vermietung, um Reitbeteiligung, das Betreiben eines Seminarhauses etc. Oder die Menschen, die auf dem Hof leben, sind tagsüber auswärts arbeiten. Hier kommt ein zweiter Gesichtspunkt hinzu: Können WWOOFer sinnvoll in den gemeinsamen Hofalltag einbezogen werden? – Wenn sie allein auf dem Hof stehen, können sie das nicht.

An genau diesem Gesichtspunkt kann es sich auch entscheiden, ob ein Hof „zu groß“ ist. „Groß“ im Sinne von „viel Fläche“ kann mitunter darauf zurückgeführt werden, dass diese Fläche extensiv bewirtschaftet wird. Weideflächen zum Beispiel, die nur einmal im Jahr genutzt werden. Hier ist es durchaus denkbar, dass WWOOFer sinnvoll in einen gemeinsamen Hofalltag einbezogen werden können, z.B. bei der Herden-Kontrolle oder beim häufigen Umtreiben der Tiere. „Groß“ kann allerdings auch damit einhergehen, dass die Person, der die Gastgeber-Rolle zufallen würde, sämtliche Arbeiten delegiert und den Gesamt-Ablauf managt. Können WWOOFer hier sinnvoll in einen gemeinsamen Hofalltag einbezogen werden? Womöglich nicht.

Bei WWOOF-Deutschland ist es die „Höfebetreuung“, die sich mit diesen Fragen im Einzelnen beschäftigt. Höfebetreuerinnen und Höfebetreuer besuchen Höfe, die neu in die Hofliste aufgenommen werden möchten. Somit haben wir eine gute Grundlage für die Entscheidung über die Aufnahme, als auch von Anfang an einen persönlichen Kontakt zu den Höfen in der Liste.

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